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| Der Hakel ist in Gefahr! |
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| Samstag, den 25. September 2010 um 12:25 Uhr |
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Der Hakel, auch Hakelwald genannt, ist ein bewaldeter Höhenzug im nordöstlichen Harzvorland (Sachsen-Anhalt) und besteht aus zwei Teilen - dem Großen und dem Kleinen Hakel. Das Gebiet ist Lebensraum für viele seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Daher wurde es 1961 von der DDR und 1995 vom Land Sachsen-Anhalt zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Hakel ist überregional bekannt durch seinen Reichtum an Greifvögeln. Hier brüten gefährdete Arten wie Seeadler und Rotmilan. Seit 1987 ist der Hakel IBA-Gebiet (Important Bird-Area of Europe) und seit 1992 SPA-Gebiet (Special Protected Area). Sein Status als Natuschutzgebiet erlaubt die Bewirtschaftung des Hakelwaldes im Rahmen strenger Vorgaben. Doch wie sieht es zur Zeit wirklich im Hakel aus? Verheerend
Der Wald wird seit mehreren Jahren zum reinen Wirtschaftswald degradiert. Übermäßiger Holzeinschlag und das Anlegen sogenannter Rückeschneisen für den Abtransport des Holzes (in diesen Schneisen bleibt kein natürlicher Nachwuchs stehen, benachbarte Bäume erleiden häufig Schäden bis in die Kronen hinein) sind für ein europäisches Vogelschutzgebiet und ein Naturschutzgebiet untragbar. Wald und Wege sind verwüstet und tief zerfurcht. Es wurden zu viele alte Buchen und Eichen gefällt, damit wurde das Naturschutz-, Vogelschutz- und FFH-Gebiet entwertet, schmale Wanderwege wurden zu großen Maschinentrassen.
Durch schwerwiegende Eingriffe in alte, naturnahe Wälder geraten die Lebensräume für viele Pflanzen- und Tierarten in Gefahr. Vielerorts sind alte und ökologisch wertvolle Laubwälder in Schutzgebieten in Gefahr. Es wird zu viel altes Holz auf zu kleinem Raum entnommen, schwere Technik zerstört den Waldboden. Waldbesitzer und Forstverwaltungen behaupten, die heutige Waldwirtschaft genüge gesetzlichen Anforderungen und dem Naturschutz, wissenschaftliche Untersuchungen widerlegen dies. |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. Februar 2011 um 15:57 Uhr |